Totengedenken Friedrich Stein
Am 29. Januar 2009 verstarb unser mehr als geschätzter Kollege Friedrich Stein nach langem Leiden im Alter von 57 Jahren. Er studierte in Antwerpen, Frankfurt und Göttingen, wo er auch im Jahre 1982 sein Examen machte. 1985 ließ er sich dann in Köln in eigener Praxis nieder.
Seine standespolitische Karriere beinhaltete u.a. Vorstandstätigkeiten in der Bezirksgruppe Köln des FVDZ. Zudem war er Mitglied der Kammerversammlung der ZÄK NR sowie Mitglied der Vertreterversammlung der KZV NR.
Friedrich wurde dann im Jahre 2000 in den Vorstand des DZV berufen und übernahm schließlich das Amt des ersten stellvertretenden Vorsitzenden des DZV.
Ohne Zweifel kann ich an der Stelle eine fast unendliche Liste von Tätigkeiten aufzeigen, die das außerordentliche Engagement für den Berufsstand und insbesondere für den DZV deutlich machen. Allem voran Friedrichs unaufhörlicher Einsatz in Sachen EDV, Kommunikation, Internet, Newsletter und Öffentlichkeitsarbeit.
Aber diese Aufzählung würde dem Menschen Friedrich Stein nicht gerecht, da sein Denken und Handeln sich auf viel grundlegendere Ebenen abstützte und in allen Diskussionsbeiträgen und Äußerungen deutlich wurde, mit welcher Reflektion und dann auch Überzeugung er seine Standpunkte vertreten hat. So habe ich Friedrich ganz besonders als Berater geschätzt und in gleichem Maße als Freund, auf den immer Verlass war und der Rund um die Uhr zur Verfügung stand.
Welche Kraft in ihm steckte, zeigte dann auch sein Umgang mit seiner Erkrankung. Wissend, dass er in absehbarer Zeit sterben wird, hat er sich bis zum Schluss in die Dienste des DZV gestellt. Noch bemerkenswerter für mich war die Tatsache, in welch anerkennenswerter Weise er sich in dieser kritischen Phase seines Lebens mit seinem persönlichen Leid zurückgenommen und sich fußend auf eine tief reichende religiöse Gläubigkeit auf seinen Tod vorbereitet hat.
Dies ist für mich Indiz seiner Kraft, seines Willens, die Dinge auch zu Ende zu denken und seiner Überzeugung, mit der er seine Meinung stets vertreten hat.
Sicher geht das Leben nach dem Ausscheiden eines geschätzten und geliebten Menschen weiter. Der Alltag holt uns all zu schnell wieder ein.
Eines wird uns aber immer erhalten bleiben, Ihnen als Kollege, Vorstandsmitglied oder Mitstreiter oder mir vor allem als Freund:
Es ist der Spirit, der Geist und das Gedankengut von Friedrich, die immer präsent sein werden und die ich immer in meinem Herzen tragen werde.
Von daher freue ich mich bei aller Trauer durch den viel zu frühen Tod von Friedrich Stein über das, was in so beachtlichem Maße übrig geblieben ist und was unvergänglich sein wird.
Martin Hendges
Vorstandsvorsitzender des DZV e.V.



